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„Für mich muss am Ende des Tages alles in Ordnung sein“

Wir kennen die Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald als Polizistin aus Notruf Hafenkante und als Gaby von TKKG. Hier erzählt sie von ihrem Weg aus Ost-Berliner Industriehallen ins Rampenlicht und davon, wie sie als Heile-Welt-Tante zwischen Kiez-Traurigkeit und Eppendorfer Bullerbü ihren Platz gefunden hat. Ein bleischwerer Abend hängt über Ost-Berlin. In der Industrieanlage riecht es nach altem Putzwasser und feuchtem Zement. Nach der letzten Schulstunde putzt Rhea hier für ein paar Mark. „Ich weiß nicht, ob es das schmutzige Treppenhaus im Dezember war, wo mir die Finger erfroren, weil ich mit der Hand gewischt habe, oder die schmierige Männerdusche. Ich kann mich …

Susanne Hasenjäger sitzt im Indra auf einer Bank für ihr Portrait bei Women of Hamburg

„Früher war die Stadt freier, wilder, vielleicht auch chaotischer”

Susanne Hasenjäger kennt Hamburg seit Mitte der 80er. Als Moderatorin beschäftigt sie sich beruflich mit Musik und weiß genau, wo dieser Zeitgeist noch spürbar ist. Von den Kultclubs der Großen Freiheit bis in die kleinen Clubs der Schanze – hier hat sie die Bands begleitet, die die Hamburger Schule prägten, und Kiez-Legenden getroffen. Über intelligente Mädchen und schöne Parties, von coolen Platten und handküssenden Greisen. Susanne Hasenjäger aus Langenhorn Es ist 13 Uhr auf der Großen Freiheit. Ungewöhnlich früh für diese Ecke Hamburgs, in der man meist nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist. NDR-Moderatorin Susanne Hasenjäger wartet am Eingang des …

Kimberly Botte, freiwillige Feuerwehr

„Wenn ich wegziehe, muss ich die Feuerwehr verlassen – und das ist keine Option“

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Winterhude findet Kim nicht nur ihre Leidenschaft, sondern auch Freunde fürs Leben – und würde dafür nicht ihren Stadtteil Barmbek-Süd verlassen.  Es ist früher Abend, als der Melder piept. Kim schlüpft in die Schuhe, das Fahrrad steht bereit, ihr Atem geht schnell. Nur 13 Minuten darf sie brauchen, bis sie umgezogen in der Wache der freiwilligen Feuerwehr Winterhude steht. Die Angst beim Einsatz etwas falsch zu machen ist da, aber es ist nur ihr Kopf, der ihr Streiche spielt. Denn ihre Hände wissen genau, was sie tun. An ihren ersten Einsatz erinnert Kim sich noch genau: „Ich war super nervös, aber es war toll, das, was ich gelernt hab, anzuwenden und zu helfen“, sagt sie. Ihre Augen leuchten dabei.      Mit zehn Jahren fing Kim bei …